Die Depression bekommt einen ganz anderen Charakter, wenn wir sie als «Gegenteil» der Glücksgefühle ansehen. Beide werden durch Hormone ausgelöst, doch hinter den Glücksgefühlen und der Depression steht das Bewusstsein.
Gehen wir davon aus, dass das Bewusstsein weder von Hormonen noch einer Interaktion der Nerven erzeugt ist, sondern eine gänzlich unabhängige Komponente ist, dann können wir den Zustand von Glück und Depression in einer Analogie besser verstehen:
Das Bewusstsein ist mit dem Wind zu vergleichen. Weht der Wind über ein Rosenfeld, duftet er nach Rosen. Weht der Wind über einen Misthaufen, so riecht er nach Mist.
Fühlt sich ein Mensch depressiv, so wird sein Bewusstsein von anderen Hormonen beeinflusst, wie wenn er sich glücklich fühlt – das Bewusstsein selbst ist aber unberührt davon.
Fühlt sich ein Mensch glücklich sieht er kaum einen Anlass den Zustand zu ändern. Ist er aber in einer Phase der Depression, so strebt er nach dem Glück und möchte seinen Zustand verändern. Der Zustand ist aber nicht über den «Willen» veränderbar, sondern nur über den Hormonhaushalt, der widerum vom Lebenstil, der Ernährung und vor allem von der Schlafqualität abhängig ist.